Frühlingserwachen

Durchs Fenster weht die warme Brise,
Stille füllt den ganzen Raum,
Sonnenlicht malt helle Muster,
es duftet süss der Kirschenbaum.

Endlich wieder bunte Blumen,
im Grün der weiten Wiesen seh'n,
endlich wieder warme Winde,
und ohne Schirm spazieren geh'n.

Vögel zwitschern wieder munter,
Kinderlachen füllt die Raum,
die Welt wird endlich wieder hell,
erwacht aus ihrem Wintertraum.

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Herbststurm

Mannshohe Wellen brechen an den Klippen,
so neckisch,
als wollten sie die Felsen,
bloss in die Rippen stippen.

Mit donnerndem Tosen rollt die Welle heran,
von weisser Gischt gekrönt,
vorangepeitscht von böigem Wind,
der seiner Leidenschaft frönt,
so ausgelassen wie ein Kind.

Bunte Blätter wirbeln umher,
vermischt mit Tropfen sprühender Gischt,
aus der Brandung,
die sich klatschend an der Küste bricht.

Die Woge schwappt empor,
hinauf bis auf den Weg,
und versickert gleich darauf,
zwischen den hölzernen Planken des Stegs.
Nur um dann wiederzukehren.

Man sieht nicht mehr den Horizont,
nur eine dichte graue Front,
Himmel und See verschmelzen,
während die Wellen sich weiter über den Strand wälzen.

Dann dreht der Wind,
die Brandung verstummt,
wird aufs offene Meer hinausgedrängt,
der Himmel, er wird wieder blau,
und die Brise salzig, lau.

Nun da der Sturm hat sich verzogen,
nun auch glätten sich die Wogen.
Die Küste wirkt noch recht zerzaust,
doch auch der Wind nun liebkosend abflaut.

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Sonnenuntergang

Die Glut der Sonne ergiesst sich ins Meer,
hinein in der Wellen Gischt,
orange-rot funkelnde Tropfen,
malt dieses glühende Licht.

Der Feuerball im Meer versinkt,
sein erlöschender Schein in der See ertrinkt,
Die salzige Brise mir um die Nase weht,
ein leichter Tangduft damit einhergeht.

Der Schrei einer Möwe
wird übers Wasser hergetragen,
spüre den noch warmen Sand,
in den sich meine nackten Zehen graben.

Die laue Luft erfüllt vom Zirpen der Grillen,
in der Dämmerung,
die langsam beginnt
die Küste einzuhüllen.

Die Sonne weiter hinterm Horizont versinkt,
und mit ihr, der wärmende Schein entrinnt,
der letzte rote Funken sprüht,
dann nur noch ihr Wiederschein am Himmel verglüht.

Nichts als das Schlagen der Wellen,
und das Zirpen der Grillen,
langsam laufe ich den Strand entlang,
hinter mir nur meine Fussspur im Sand.

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